23 février 2006
Daniel Cohn-Bendit à l'IEP...

Daniel Cohn-Bendit et sa "vision de l'Europe"!
Ce 22 février 2006, le Président du groupe des Verts au Parlement européen, Daniel Cohn-Bendit, nous a présenté avec fougue ses idées sur l'avenir de l'Union Européenne...
La mobilisation des membres de "Visions d'Europe" a visiblement payé! Leur communication autour de l'évènement a permis de réunir plus de
300 personnes dont une très forte majorité de jeunes (étudiants de l'IEP et des différentes facs de la Métropole, membres du Mouvement européen Nord et autres intéressés)... preuve que l'Europe passionne!
Pour plus d'informations ou si vous souhaitez nous rejoindre, contactez-nous:
ve-info@hotmail.com
Ecoutez différentes séquences de l'intervention du Député européen:
- Sa réaction au refus français du Traité constitutionnel européen & son intérêt pour l'association Visions d'Europe (2'20''):

- L'Europe entre élargissement et approfondissement (5'47''):
- Le déficit démocratique de l'Europe & le Traité constitutionnel européen (2'47''):
- La "révolution d'esprit" du groupe communiste (5'47''):

- De la "masse critique" et du "way of life" européen (6'52''):

- De la nécessaire capacité d'intervention de l'UE lors de crises internationales (ex: l'Iran) et de la suite à donner au refus du projet de Traité constitutionnel européen (8'38''):
- L'Union européenne comme garant de notre liberté et de notre autonomie (2'40''):
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Dany Cohn-Bendit und seine "Vision Europas"!

Am 22. Februar 2006 hat uns der Vorsitzende der Gruppe der "Grünen" im EU-Parlament, Daniel Cohn-Bendit, seine Ideen über die Zukunft Europas mit Leidenschaft vorgestellt.
Die Mobilisierung der Mitglieder von "Visionen Europas" hat sich wahrscheinlich ausgezahlt! Ihre Kommunikation um dieses Ereignis hat es ermöglicht, mehr als 300 Leute, darunter eine überwaltige Mehrheit von Jugendlichen zu versammeln (Studenten des IEP, verschiedener Universitäten der Stadt, Mitglieder der Europäischen Bewegung und andere Interessierte)... ein Beweis für das Interesse an Europa!
Für ausführlichere Informationen oder um uns zu treffen, meldet euch bei uns:
ve-info@hotmail.com
Oben könnt ihr Teile der Rede des EU-Abgeordneten auf französisch hören.
Unten könnt ihr kleine Zusammenfassungen seiner Ideen auf deutsch lesen:
- Seine Rede im IEP Lille war seine erste Rede seit der Ablehnung der EU-Verfassung durch Franzosen und Niederländer. Dieses war für ihn wie ein persönliches Scheitern, eine Verletzung und ein Unverständnis von dem, was geschah. Viele Gründe für diese Ablehnung wurden erwähnt, darunter die Probleme von bestimmten Franzosen. Jedoch ist er nicht sicher, dass es jetzt für diese betroffenen Franzosen besser geht.
Somit brauchte er ein bisschen Zeit, um darüber nachzudenken. Jedoch ist er die Einladung von "Visionen Europas Lille" nachgekommen, weil er den Ansatz dieses deutsch-französischen Vereins interessant fand. "Visionen Europas" wird sich entwickeln und neue Klubs in verschiedenen europäischen Ländern schaffen. Der EU-Abgeordnete denkt, dass es sehr wichtig ist, dass Studenten in diesem Sinne Erfahrungen und Meinungen überall in Europa austauschen können. Tatsächlich setzt sich heutzutage leider immer mehr eine "nationale Vision Europas" durch.
- Mit Osteuropa geht es nicht um eine "Erweiterung" der Europäischen Union sondern um eine "Vereinigung" Europas. Man konnte nicht ablehnen, dass diese mitteel- und osteuropäischen Länder der EU beitreten. Wenn Polen in den 50er Jahren unabhängig gewesen wäre, hätte es gleich die Römischen Verträge unterzeichnet. Es hätte keine Spaltung gegeben. Vom Zweiten Weltkrieg bis 1990 hatten wir eine Auffassung Europas, die sich nur auf Westeuropa bezog. Für uns existierte nur die Welt im Westen. Wir waren sehr froh, nicht an den Osten denken zu müssen.
Aber einige Leute sagen, dass man diese Vereinigung Europas langsamer betreiben sollte. Dann befreien sich diese Leute und sagen: "endlich sind wir frei!". Sie wollen der EU beitreten, weil sie denken, dass dieses Projekt spannend ist.
Warum hat man nicht zuerst die EU institutionnel verstärkt? Nur Staatsoberhäupte der Mitgliedstaaten dürfen einen solchen Prozess anregen. Während Frankreich die Präsidentschaft Europas hatte, gab es jedoch keinen Erfolg in diese Richtung, weil der Vertrag von Nizza nur ein Feilschen nationaler Egoismen war. Und diese Politiker, die sich zunächst über den Vertrag freuten, haben schon sechs Monate später gesagt, dass er nicht mehr befriedigend sei. Ein neuer Prozess wurde dann mit dem Konvent gefunden. Tatsächlich hatte man verstanden, dass ein größeres Europa anders regiert werden musste. Man wusste, dass das Einstimmigkeitsprinzip nicht mehr möglich war.
- Was bedeutet genau das "demokratische Defizit" Europas, das von allen kritisiert wird?
In einer Demokratie werden Gesetze von einem Parlament getroffen. Das aktuelle Problem ist, dass ein Teil der Gesetze nicht von den nationalen Parlamenten oder vom europäischen Parlament beschlossen werden, sondern von einem Abkommen nationaler Regierungen. In diesem Fall müssen nationale Parlamente diese Rechtsverordnungen akzeptieren. Es gibt keine parlamentarische Debatte. Die europäische Verfassung würde dieses Defizit um drei Viertel verringern (allerdings nicht im Bereich der Agrarpolitik, usw.). Als Folge der Ablehnung der Verfassung ist dieser Erfolg verschwunden und jetzt die Zukunft Europas von seiner Vergangenheit abhängig.
- Daniel Cohn-Bendit bezieht sich auf ein Dokument, das von der Gruppe der Kommunisten anlässlich der Debatte über die Dienstleistungsrichtlinie verfasst wurde. Diese Gruppe, die allerdings die EU-Verfassung bekämpft hatte, bestätigt nun, dass sie einen Rahmen für die Kontrolle des Liberalismus darstellt. Für Daniel Cohn-Bendit ist es "fantastisch", dass es eine solche Veränderung ihrer Stellungnahme gab!
- Heutzutage merkt man, dass jetzt alle Nationalstaaten - gross oder klein - sich in gleicher Weise an den politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen der Globalisierung stoßen. Der Nationalstaat war zuvor der Raum in dem die sozialen Kämpfe stattfanden. Deswegen fürchtet man den neuen Raum, der dem europäischen Raum entspricht.
In Zukunft wird es eine Auseinandersetzung zwischen einem amerikanischen sozialen Modell und einem europäischen sozialen Modell geben. In den Vereinigten Staaten gibt es seit einer langen Zeit einen "American way of life" und einen "American dream". In dem Sinne von Jeremy Rifkin muss man jetzt in Europa den "european dream" verteidigen. Es geht um eine bestimmte Auffassung der Gesellschaft, der Freiheit, usw.
Es gibt dramatische Probleme in der Welt... beispielsweise im Bereich der Umwelt. Die Schweiz kann Maßnahmen treffen... jedoch braucht man auf jeden Fall die europäische kritische Masse, um etwas weltweit durchsetzen zu können.
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Daniel Cohn-Bendit and his "vision of Europe"!
On the 22nd of february Daniel Cohn-Bendit, Member of the European Parliament and President of the group of the "Greens", presented us with enthusiasm his ideas about the future of Europe.
22:05 Publié dans Evènements ~ Meetings | Lien permanent | Commentaires (2) | Envoyer cette note











Commentaires
Un grand merci à Visions d'Europe, une association digne de ce nom dans l'IEP.
D'abord pour l'initiative d'invitation de Dany, ensuite pour ce blog qui semble trouver un nouveau dynamisme via les podcasts.
Who's next on your guestlist?
Proposition : Rocard, Kouchner, Delors (on peut toujours rêver après tout...)
Écrit par : Pierre | 25 février 2006
Je rejoins mon camarade kouchnerien du dessus pour les remerciements & félicitations.
M Cohn-Bendit fut tout autant passionné que passionnant.
Longue vie à VE.
Écrit par : Pierre-L | 25 février 2006
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